Adelaide

Adelaide rühmt sich, als Hauptstadt von SA (South Australia) die einzige australische Großstadt, frei geplant und nicht von ehemaligen Sträflingen oder als Gefängniskolonie gegründet worden zu sein. Hier trifft sich die etwas verstaubte englische Art mit dem modernen, herb-herzlichen Australian Way of Life. Umgeben von hügeliger Landschaft, man meint fast Allgäu, Alb und Schwarzwald würden hier direkt am Meer liegen, ist es von der Stadt nicht weit zur ländlichen Ruhe und Erholung. Viele Weinanbaugebiete, wie Barossa Valley, Clare Valley oder McLaren Vale umschließen das Stadtgebiet zusammen mit kilometerlangen Stränden. Die Innenstadt ist ziemlich quadratisch angelegt, von breiten Alleen und Boulevards durchzogen und immer wieder durch grüne Parkanlagen unterbrochen.
Alles schart sich um den Victoria – Platz und die King William Street.
Interessante Museen und Galerien runden die Innenstadt ab. Sehenswert auch das Zentrum für die Kultur der Aboriginies im  *Tandanya Aboriginal Cultural Institute* .
Der Torrens-river trennt Nord- und Süd- Adelaide, das seinen Namen, bei seiner Gründung 1840, tatsächlich nach der deutschstämmigen Ehefrau des damaligen englischen Königs William IV. erhalten haben soll.
Früher wurde die Stadt als konservativ und spießig belächelt und heute nennt sie sich “ The Festival City”, nicht nur wegen des alle zwei Jahre stattfindenden Kunst- und Kulturevents, sondern auch wegen ihrer regen, lebhaften und aufgeschlossenen Freizeit- und Erlebnismöglichkeiten, u.a. im ehemaligen Hafenviertel im Norden und in dem mit der Straßenbahn erreichbaren Küstenort Glenelg im Süden. Es herrscht offensichtlich ein offener, lockerer und aufgeschlossener Lebensstil.

 

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Perth

Meinen treuen Landcruiser- Bushcamper, der mich brav über mehrere tausend km auf Asphalt, Schotter, Sand und allen denkbaren Untergründen hierher gebracht hat, habe ich fast unbeschadet zurückgegeben und das “Stadtleben” dominiert nun die nächsten Wochen. Zunächst ist Perth (mit britischem (tii-eitsch), die Hauptstadt West – Australiens an der Reihe. Die Stadt am Indischen Ozean gleicht einer Insel; auf der einen Seite das Meer , auf der anderen Seite fast menschenleeres Ödland und die nächste Großstadt mehr als 2000 km entfernt. Man hat den Eindruck, als würden die Menschen hier auf ihre Randlage stolz sein und als würde man sich recht wenig um den Rest der Welt kümmern. Man lebt das eigene Leben und das nicht schlecht. Die fast 1,5 Mio. Einwohner besitzen eine gewisse Gelassenheit und Hektik scheint ein Fremdwort zu sein. Es ist ja alles da. Bodenschätze, Landwirtschaft, Tourismus, und , wer hätte das gedacht, jede Menge Strand und Wasser und an einem schönen Sommerwochenende spielt sich sehr viel an der Beach und auf dem Swan – River zwischen Perth und dem an der Swanrivermündung liegenden Hafen Fremantle ab. Alle möglichen Fortbewegungsarten auf dem Wasser sind anzutreffen, es wird hier wie wild “geschifft” ( kommt von schiffen, mit dem Schiff fahren!!!). Die Innenstadt ist sehr übersichtlich und kann leicht zu Fuß erkundet werden. Ansonsten bieten sich Busse und Fähren an.

Leider gleichen sich die Fußgängerzonen und Kaufhäuser weltweit immer mehr an, so dass die Unterschiede immer geringer werden. Von Adventsstimmung ist kaum etwas zu spüren, nur die Geschäfte werben eifrig mit Christmas-Sale und ähnlichem.
** The Pictures **

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Südwest-Ecke AUS

Hopetown, Bremer Bay, Albany, Windy Harbour, Augusta, Margaret River, Busselton, eine Reihe von Küstenstädtchen an der Südwestspitze Australiens, die allesamt von mildem Klima und abwechslungsreichen Küsten profitieren und deshalb durchweg einen Aufenthalt wert sind. Malerische Buchten, Steilküste und weitläufige Strände wechseln sich ab. Das Wasser ist noch ein wenig frisch, der Sommer steht ja erst am Anfang, Ein Teil der Küste besteht aus Kalkstein, so dass sich im laufe der Jahrmillionen teils riesige Tropfsteinhöhlen gebildet haben. Einige davon sind öffentlich zugänglich . Andere zum Teil noch unerforscht. Zum Inland hin steht die Forst-(timber)-wirtschaft mit ihren riesig werdenden Eukalyptusbäumen, den Karri – Jarrah- Red Tingle- Marri-und anderen Wäldern ( Eukalyptus -diversicolor, -marginata, -jacksonii,Corymbia calophylla), im Mittelpunkt. Dazwischen wird im “Stihl-country” eifrig Wein angebaut und Vieh geweidet.. Einige der höchsten Bäume sind besteigbar, dadurch konnten in früheren Zeiten Waldbrände frühzeitig entdecken werden. So z.B. der Gloucester-Baum , dessen Plattform sich in ca. 61 m Höhe befindet. Weiter geht’s durch den Central wheatbelt, den Getreidegürtel in Richtung Hyden, einem kleinen Kaff, das aber durch seinen Wave Rock, einer Steinformation, die einer Surfwelle ähnelt, bekannt geworden ist. Nach einem Abstecher in die Goldfields nach Kalgoorlie ist der “ländliche” Teil meines Aufenthalts zunächst einmal unterbrochen. Mal sehen, was Perth, Adelaide, Melbourne, Sydney und Brisbane so zu bieten haben 😉
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Nullarborebene nach Westaustralien

Den “Southern Ocean” immer in sichtweite geht es dann nach Ceduna, für mich der Ausgangspunkt für die sogenannte Durchquerung der Nullarbor- Ebene ( irgendwie aus dem lat. für nullus arbor – Kein Baum) einer schier endlos scheinenden tatsächlich baumfreien, nur von niedrigem Gebüsch bewachsenen Fläche, die sich ca.1200 km bis Norseman ,einer alten Goldgräberortschaft, hinzieht. Der Eyre-Highway, die Haupt – Straßenverbindung nach Westaustralien, wurde erst 1976 durchgehend asphaltiert. Zur “Great Australien Bight” bricht diese Landschaft oft jäh ins Meer, als ob das Land abbröckeln und einfach ins Wasser purzeln würde. Für den Betrachter ergeben sich dadurch immer wieder überwältigende Momente, die einem dann aus der Gleichförmigkeit der Gegend herausreißen. Irgendwie scheint aber außer mir kein Schwein unterwegs zu sein, doch, um im Jargon zu bleiben: S’isch scho saumäßig schee. Kurz hinter der Grenze zu Westaustralien wird die Landschaft langsam und allmählich wieder “zivilisierter” und die Flora wieder etwas abwechslungsreicher, mit Büschen, Sträuchern und verschiedenen Eukalyptuswäldern (Es gibt fast unzählige Varianten dieser Spezies).
Auch die Küste wird wieder sanfter und zögernd beginnt auch wieder vorsichtig die Besiedlung. In Esperance habe ich dann, man möge mir verzeihen etwas länger gefaulenzt als geplant.

**Die Bilder**

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Eyre – Peninsula

Ländliche Gegend, kleine Dörfer, Eukalyptus- und sonstige Alleen, Weinbau im Clare Valley, Landwirtschaft. Dies bestimmt in hiesigen Breiten das Geschehen. Die Dörfer und Städtchen sind schon sehr ländlich geprägt, um nicht zu sagen leicht verschlafen. Langsam wird es Zeit, etwas Wasser zu schnuppern, was bei einem Land, das vollständig davon umgeben ist nicht schwer fallen dürfte. Dazu bietet sich die Fähre an, die in zweistündiger Fahrt den Spencer – Gulf von Wallaroo nach Cowell überquert. Dann geht es weiter an der Küste entlang Richtung Port Lincoln, das zusammen mit Coffin Bay an der Südspitze der Eyre – Halbinsel zu einem der Hauptzuchtgebiete für Austern gilt. Rechter Hand im Landesinnern riesige Getreidefelder und zur Linken immer wieder überraschende Ausblicke auf die Küste, mit einladenden Buchten und Stränden. Wenn das Alles nicht so weit weg wäre, wäre bestimmt eine rege Urlauberregion daraus zu machen. Aber die Städter (Adelaide etc.) haben ja direkt vor der Haustüre ihre maritimen Erholungsgebiete.
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