Melbourne

Die wohl europäischste (englischste) Stadt Australiens befindet sich im ewigen Prestigeduell mit Sydney und rühmt sich des Vorteils einmal für kurze Zeit Hauptstadt gewesen zu sein, bevor Canberra Regierungssitz wurde. Die Stadt, von der behauptet wird, man könne an einem Tag vier Jahreszeiten erleben ( außer dem Winter war auch alles vorhanden), liegt am nördliche Rande der Port Phillip Bay, an den Ufern des Yarra- Rivers. Sie rühmt sich die Finanz und Kulturmetropole zu sein und wahrscheinlich nicht mal zu Unrecht.                                                                                                                                                    Da die neuere (weiße, europäische) Geschichte hier erst Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt, stammt auch fast alles, was als historisch bezeichnet wird aus dieser Zeit und die dazugehörigen Gebäude ähneln sich sehr stark im Baustil. Viele Museen, alte und neue und Galerien sind selbst als “Kunst am Bau” anzusehen. Es gibt ja keine zu besichtigende Antike oder mittelalterliche Burgen und Schlösser und die Geschichte der einheimischen Bevölkerung ist lange todgeschwiegen worden. Der Zugang dazu ist heutzutage immer noch sehr schwierig. Vieles ist also mit den britischen Royals verbunden, was bei der räumlichen Entfernung zum Königshaus keine wirkliche Bedeutung für das moderne Australien hat. Hinter einem mit Hochhäusern bepflasterten Zentrum breiten sich übergangslos kilometerweit die fast dörflichen Ansiedlungen der Vorstadt aus. Einen gute Überblick gibt es vom 88. Stockwerk des Eureca-Towers.        Eine besondere Attraktion ist dabei der ausfahrbare, mit Glasboden versehene Aussichtsblock. Leider darf in dem Quader selbst nicht fotografiert werden; man muss die offiziellen Fotos teuer kaufen.

In und am Olympic Center (1956) ist alles versammelt was man so kennt: Aquatic-Center, Rod Laver – Arena (Tennis) , Albert-Park (Formel 1) Cricketground ,Footballstadion und viele andere Sportstätten, da sich die Menschen hier als ziemlich sportbegeistert und wettfreudig erweisen. Der Tag des Melbourne-Cups im November (Pferderennen) ist halb-offizieller Feiertag und das Arbeitsleben kommt für ein paar Minuten zum Stillstand. Heiligabend war dann Open-Air im Park angesagt: “Christmas-Carols by Candlelight”, mit abschließendem Feuerwerk. Naja, Geschmacksache, aber wenn man schon mal da ist…..

*** Die Fotos ***

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