Voila, das südlichste Land meines Ausflugs, Neuseeland, ist erreicht. Sozusagen der Zenit (bzw. Nadir) und gleich greife ich voll in den reichhaltigen Topf, den Mutter Natur für dieses Land hier bereitgestellt hat. Von Auckland geht es an der Westküste der Nordinsel entlang über Hamilton und Raglan. Die Waitomo-Höhlen sind zu besichtigen, allerdings herrscht in den Glow-worm-caves strengstes Fotografierverbot, um die dort angesiedelten „Glühwürmchen“ nicht zu erschrecken (Arachnocampa luminosa, kein Wurm, sondern die leuchtende Larve einer Schnake). Weiter gehts nach New Plymouth. Diese Stadt und die Gegend wird vom Mount Taranaki (Mt. Egmont) dominiert, der mit seinen gut 2500 m Höhe fast eine Kopie des Fuji in Japan sein könnte und offenbar auch schon in einigen Filmen als „Double“ herhalten musste. Wie viele Hügel in der Gegend ist auch er vulkanischen Ursprungs. Es ist schon erstaunlich , wie vielfältig das Aufeinandertreffen von Wasser und Land sich in der Natur darstellt. Küste, Strände, Wasserfälle, Flüsse, Höhlen, und was weiss ich noch. Alles da. Das „junge“ Land, gerademal so 26 Millionen Jahre alt, fast so groß wie die alte Bundesrepublik und seit knapp 1000 Jahren bekanntermaßen besiedelt; die Erosion und Verwitterung hat noch viel zu tun; zeigt seine Flora und Fauna, die sich durch den Inselstatus teilweise ungestört entwickeln konnte, gerne den 4 Millionen Einwohnern und jährlich 3 Mio. Touristen. Man merkt am Selbstbewusstsein der Kiwis schon, dass der Rest der Welt sehr weit weg ist und sie ihren eigenen Lebensstil auf sehr moderne Art pflegen. Die Australier meinen ja, dass die Neuseeländer zwei große Ängste haben. Die erste, die Inselchen könnten irgendwann mal vom rechten unteren Rand der Weltkarte herunterrutschen und die zweite, dass dies niemand bemerkt.
Hinter Wanganui, dem verschlungenen, engen Tal des Whanganui-Rivers entlang geht es etwas ins Landesinnere, vorbei am Tongariro-Nationalpark, um dann, vorbei an Palmerston North, an der Kapiti-coast, kurz vor Wellington, wieder das Meer zu erreichen. Übrigens eine Gegend, die bei Ruheständlern als Alterssitz sehr bekannt und beliebt ist 😉 🙂
**dazu einige Bilder**
.[nggallery id=24]