Outback 2

Nächstes Ziel war Marree, eine ehemalige Eisenbahner und Viehtreiberstadt, die aber jetzt durch den anderen Verlauf der neuen Ghan-Strecke und des Stuart-Highway langsam in Bedeutungslosigkeit versinkt und eigentlich nur noch als Knotenpunkt mehrerer Outbacktouren dient.
Die sogenannten Wellblechpisten, sind nur im Schritttempo oder mit mindesten 70-80 km/h zu befahren. Man ist dann für ein robustes Fahrzeug dankbar. Kurz vor Marree wurde deutlich, wie sich die Wetterbedingungen in diese Gegend relativ schnell ändern können.
Nach dem Gewitter mit Sandsturm waren dann einige “Strassen” , wie der Birdsville-Track und andere Pisten unpassierbar und man muss dann in der Wahl seiner Route schon sehr flexibel sein. Mit gut einem Tag “Verspätung” kam ich dann in den Flinders Ranges an, einem Nationalpark nördlich von Adelaide, der wegen seiner schönen Landschaft einfach “erfahren” werden muss. So langsam nähere ich mich den gemässigten Breiten ,die Landschaft wird sanfter, man sieht öfters mal Häuser und etwas Ackerbau und Viehzucht ist bereits zu erkennen. Sogar die Mücken scheinen nicht mehr so kratzbürstig zu sein. Südöstlich von Port Augusta lege ich erst mal ein Päuschen ein, ich muss ja meinen “Haushalt” wieder auf Vordermann bringen.
 [nggallery id=10]

 

 

 

 

 

Outback 1

Vorbei an einigen Kratern (Henbury Meteorite) ,die durch Meteoriteneinschläge entstanden sind, geht es nach Marla meinem Ausgangsort für die Tour durch das Outback des nördlichen Teils Südaustraliens. Das verschlafene 300 Seelen Örtchen ( wo sind die nur alle?) konzentriert sich hauptsächlich um das typische Roadhouse, in dem alle Funktionalitäten gebündelt sind. Für eine Nacht geht’s. Die Entfernungen, die angegeben werden, sind nicht die für die nächstgrößere Ortschaft, sondern für die einzige Siedlung auf dem Wege. Der Oodnadatta-Track führt erstmals zum Pink-Roadhouse, dem ehemaligen nördlichen Ende der alten Ghan-Railway. Dann geht’s weiter auf ähnlichem Untergrund nach Coober Pedy, (kommt von kupa piti – weisser Mann im Loch) einer Kleinstadt, die sich das größte Opal-An -(bzw.Ab-)Baugebiet der Welt nennt. Die meisten arbeiten unter Tage und viele wohnen auch wegen der großen Hitze so. Wohnungen, Geschäfte, Hotels und Kirchen, vieles “Underground”. Der Weg hier her und weiter nach Williams Creek und Marree führt weitgehend durch karges Land, das aber irgendwie durch den Nuancenreichtum der weitläufigen Landschaftsformen und Bodenbeschaffenheit beeindruckt. Auch Wüste hat ihre Reize. Der Fahrbahnuntergrund wechselt mal abrupt, mal fast unmerklich von Geröll, über roten lehmartigen Untergrund bis zu feinem weissen Sand, der insbesondere bei Windverwehungen ziemlich anstrengend zu befahren ist.                                                                                                        **zu den Bildern**
[nggallery id=9]

 

 

Ayers Rock / The Olgas

Eine markante Abwechslung in der doch sonst gleichförmigen Landschaft bietet natürlich der Uluru (Ayers Rock) der mit seinen knapp 350 Metern Höhe und 9 Kilometern Umfang aus der Landschaft ragt. Es ist schon ein beeindruckender Brocken, der unübersehbar mächtig und erhaben weithin das Landschaftsbild dominiert. Kein Wunder, dass er in der Mystik und Religiosität der einheimischen Bevölkerung wie viele der anderen Landschaftsformationen eine große Rolle spielt. Ebenso die ca. 40 km entfernten nicht minder sehenswerten Kata Tjuta ( The Olgas).
Bei jeder Witterung und Tageszeit zeigen sich besondere Perspektiven, insbesondere jedoch bei Sonnenauf – bzw. -Untergang. Obwohl natürlich nicht jeder Tag das gleiche Farbenspiel bietet.
 Wetter- und Temperaturmäßig ist es wieder der Gegend und der Jahreszeit entsprechend. (Sommer);Also weiter geht’s nach Süden…..
[nggallery id=8]
 
 

 

 

 

 

 

Alice Springs und drum rum

Normalerweise sollte es um diese Jahreszeit hier strahlenden Sonnenschein mit Temperaturen gut über 35°C haben, aber heftige Regenfälle mit Gewittern und ein Temperatursturz auf ca. 20° haben aus dem “Red Centre” zur Zeit ein “Wet Centre” gemacht. Auch hier spricht man von Klimaveränderungen. So musste ich meine Reisepläne etwas den Witterungsbedingungen und notgedrungen den Straßenzuständen anpassen. Einige Straßen waren wegen Überflutung gesperrt oder nicht passierbar. Aber Alice Springs selbst hat auch einige besuchenswerte Orte, an denen man die Schlechtwetterperiode überbrücken kann. Mehrere Museen, Ausstellungen und örtliche Besonderheiten lassen keine Langeweile aufkommen; wie etwa eine Basisstation der “Royal Flying Doctor Services” oder der “ School of the Air”. Bei letzterer werden die in der Gegend weit verbreitet lebenden Schüler über Funknetze unterrichtet. Die Umgebung wird hauptsächlich von den McDonnell Ranges geprägt, einem Gebirgsrücken in ost/westlicher Richtung. Dieser wird dann öfters in Nord/Südrichtung von sehenswerten Durchbrüchen, Schluchten, felsigen engen und tiefen Tälern durchbrochen. Ansonsten viel, viel weites Land mit lästigen Fliegen 🙁 (Der ‘Australien Salute’ ist keine Begrüßungsformel, sondern nur die Handbewegung vor dem Gesicht, um die Mücken zu verjagen) und dieser komischen Linksfahrerei 🙂 .
[nggallery id=7]
 
 
 
 

 

 

Danke an Alle

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
An alle Kommentarschreiber…..und die es noch werden.

Hallo !
Die Kommentare und Bemerkungen zu meinem Geschreibsel sind bei mir angekommen und “wohlwollend” aufgenommen worden. Ich möchte mich herzlich dafür bedanken. Ich kann halt nicht immer regelmäßig schreiben oder antworten, da manchmal doch die Segnungen der Zivilisation weit entfernt oder nur spärlich vorhanden sind. Es freut mich, dass ihr euch neugierig und interessiert beteiligt. Ich weiß ja auch nicht immer so genau, was auf mich zukommt. In diesem Sinne weiterhin ein frohgemutes “gemeinsames” Reisen.

Viele Grüße an Alle         Walter
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~