Jakarta „the big Durian“, wie die Stadt nach der übelriechenden, aber köstlich schmeckenden Frucht gerne genannt wird, hat eigentlich kein richtiges Zentrum. Es gibt zwar Central-Jakarta, wo die meisten Hochhäuser stehen, aber ansonsten ist überall Leben und die Stadt scheint ein einziger Basar in allen möglichen Qualitätsstufen zu sein. Am ehesten repräsentiert die Mitte der große Platz mit dem Nationalmonument, das mit seinen 137m Höhe und der goldenen Spitze oft respektlos als „Sukarnos last erection“ bezeichnet wird. [Bild]
Der sprudelnde Verkehr würde zu Hause nur stressen und nerven; hier wird die Fahrt, ob mit Bus, Taxi oder stinkendem, knatterndem Zweitakt- Motordreirad (bajaj) auch ohne spezielles Ziel zu einem spannenden Event, speziell wegen der geschickten Millimeterarbeit aller Verkehrsteilnehmer.
Meer und Hafen geben dazu noch das besondere Flair.
Eine 3-stündige Zugfahrt führt in die „Sommerfrische“ der Städter, nach Bandung (700 m hoch). Es ist dort zwar ca. 5° weniger heiß, aber so richtig frisch irgendwie auch nicht.
Die Zeit vergeht schnell und bei bestem Wohlbefinden, zumal auch Magen und Darm in friedlicher Zusammenarbeit und ohne Koordinationsprobleme mitreisen. (Gar nicht so unwichtig in hiesigen Breiten.)
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